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... so stand es 2016  im Xaver

Von Menschen und Medien in alten Gemäuern

Das Gebäude der Langenauer StadtBücherei existiert schon seit über 1000 Jahren. Es wurde erst als Kloster genutzt, später als Hof für den Pfleger des Anwesens. Im letzten  Jahrhundert diente es dann  verschiedenen Handwerkbetrieben als Unterkunft, bevor 1988 das Areal für die StadtBücherei und das Kulturzentrum „Im Pfleghof“ grundlegend renoviert wurde.

Doch in den alten Mauern geht es mittlerweile sehr modern und lebhaft zu: neben dem renommierten Pfleghofsaal ist auch die StadtBücherei im Pfleghof  eine sehr beliebte und bekannte Einrichtung. Rund  60.000 Besuche wurden im  vergangenen Jahr gezählt. Die 26.000 vielseitigen (!) Medien wie  Bücher, Hörspiele, Filme, Zeitschriften und Spiele erzielten über 173.400 Ausleihen.

Aber nicht die hohen Ausleihzahlen machen das Flair der Kleinstadt-Bücherei aus, sondern die gemütliche  Atmosphäre im historischen Gebäude, der fast familiäre Kontakt zwischen dem Personal und ihren Kunden sowie das vielfältige Veranstaltungsangebot.

So sind im aktuellen Kinderkulturflyer der Bücherei für jeden zweiten Monat Gastspiele von Kindertheatern gelistet, monatliche Termine für das Vorlesen der „Geschichten aus der Kiste“ in deutscher und englischer Sprache oder Spielenachmittage. Man findet aber auch die Einladung an Eltern mit Krabbelkindern sich mittwochvormittags mit „der kleinen Leseratz“ zum Austausch und anregenden Bücherstöbern zu treffen. Das bunte Angebot im Sommer umfasst Vorleseaktionen im Freibad für die jüngeren Kinder und den Sommer-Lese-Club für  Jugendliche.

Bunt ist auch das Motto und vor allem das Publikum beim internationalen Vorlesespaß, der an einem Sonntagnachmittag jedes Jahr drei bis vier Mal stattfindet. „Ein Haus, viele Geschichten, viele Sprachen“ - so kann man das dahintersteckende Konzept umschreiben: In allen Räumen der Bücherei werden für die Kinder in verschiedenen Muttersprachen wie Russisch, Türkisch, Französisch, Englisch und Deutsch Bilderbuchgeschichten vorgelesen, während sich die Erwachsenen bei leckerem Gebäck austauschen und kennenlernen können. Sogar Arabisch für die in Langenau lebenden Flüchtlinge gehört nun zum aktuellen Sprachspektrum. Den gemeinsamen Abschluß des Nachmittags bildet eine  Bastelei für alle.

In den historischen Gemäuern hat mittlerweile natürlich auch  die moderne Technik Einzug gehalten: Neben einem online-Katalog gibt es das 24-Stunden-Angebot der digitalen-„Onleihe“, auch vier der dazu nötigen eReader sind ausleihbar. Einsteigern in das digitale Lesen steht das freundliche Team dabei mit Rat und Tat zur Seite. Eine automatische Ausleih- und Rückgabe-Station vor der Türe erweitert die Nutzungszeit der Bücherei sogar rund um die Uhr. Andererseits sucht man vergeblich nach Selbstverbuchern, - hier wird der persönliche Kontakt an der Verbuchungstheke ganz bewusst vor Schnelligkeit und Effektivität gestellt.
Als Reaktion auf den globalen Wandel der Gesellschaft von der Wissens- zur digitalen Informationsgesellschaft ist es der Langenauer StadtBücherei wichtig, sich neben einem Ort für Informationen auch immer mehr als Gegenpol im technisch dominierten, hektischen Alltag zu positionieren: Sie möchte ein realer Ort mit Atmosphäre sein, der seinen Besuchern Austausch und Kommunikation anbietet. Ein Ort mit Personal, das eine persönliche Beratung und Anregungen garantiert. Ein Ort, der die unterschiedlichsten Benutzergruppen integriert und der das Lernen, nicht das Können fördert.

Wichtige Aufgaben und Vorsätze, die dank guter Vernetzung und mit der Unterstützung langjährige Kooperationspartner engagiert und hoffnungsvoll angegangen werden.
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